Camille de Labrie Bordeaux mit Burger vom Bunten Bentheimer Schwein

Burger & Bordeaux

Ein Klassiker unter den real-life Food and Wine pairings ist roter Bordeaux zu saftigen Burgern.

Unser Freund Benny von Bensho’s Farm in Intschede hat vor kurzem vor dem Weber Store in Oyten einen Verkaufswagen für sein Farm-Food eröffnet. Farm-Food sind in Bensho‘s Fall Hot Dogs, Pommes und eben Burger in drei Variationen: Farm-Huhn, einem Patty vom Bunten Bentheimer Schwein und ein Burger mit Wagyu-Patty. 

Wir sind also auf einem Freitagnachmittag über die A 1 nach Oyten gedüst (Lange hat es nicht gedauert – Oyten liegt eine Abfahrt hinter dem Bremer Kreuz), um uns die Leckereien, die Standleiter und Grillmeister Dudu brutzelt, zu verköstigen.

Die Suche nach dem passenden Wein hat nicht lange gedauert. Der Bordeaux von Camille de Labrie ist die ideale Partnerin für (fast) alles, was vom Grill kommt.

Die Camille-Weine vom Château Croix de Labrie aus Saint-Émilion sind nach der Tochter des Inhaber-Paars Axelle und Pierre Courdurié benannt und stellen die ‚Familienweine‘ des Weinguts dar. Diese sind für den unkomplizierten Wein-Spaß unter der Woche, zum Abendbrot oder eben Burger-Abende unter Freunden gedacht.

Kleiner Bordeaux-Exkurs

Bordeaux ist der Name der Stadt, der Region und steht synonym für die Weine, die von dort kommen.

Die Weinregion ist in drei große Regionen unterteilt, die wiederum in mehrere kleinere Appellationen unterteilt sind:

Es gibt das linke Ufer (der Gironde), das rechte Ufer und Entre-deux-Mers (der Bereich zwischen den beiden Ufern).

Auf dem linken Ufer wird die Region nördlich von Bordeaux zum Médoc. Hier sind die berühmten Appellationen wie Margaux, Pauillac oder Saint-Estèphe angesiedelt in denen sich u.a. die noch berühmteren Châteaux Margaux, Lafite-Rothschild oder Cos d‘Estournel befinden.

Auf dem rechten Ufer heißen die beiden bekanntesten Sub-Regionen Pomerol und Saint-Émilion.

Weine, deren Trauben ausschließlich in einer dieser Regionen wachsen, dürfen den Namen der Appellation tragen. Also z.B. Pauillac AOC.

Werden aber Trauben verwendet, die aus unterschiedlichen Appellationen des Bordeaux kommen, dürfen die Wein nur die allgemeine Bezeichnung Bordeaux AOC tragen.

Zudem ist strikt reglementiert welche Trauben in der Region verwendet werden dürfen. Die roten Hauptrebsorten sind Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Petit Verdot und Malbec (hier Côt genannt).

Da Rebsorten sehr eigenwillige Gewächse sind, fühlen sie sich auf unterschiedlichen Böden wohl. Sobald sie sich aber pudelwohl fühlen, blühen sie voll auf und produzieren Gewächse von sensationeller Qualität.

Cabernet Sauvignon gedeiht am besten auf dem linken Ufer, wo die Böden Größtenteils aus Kies bestehen.

Auf dem rechten Ufer bestehen die Böden aus Lehm (Pomerol) und Kalkstein mit Lehm (Saint-Émilion). Hier fühlen sich Merlot und Cabernet Franc am wohlsten.

Entsprechend haben Weine aus diesen Appellationen hohe Anteile der jeweiligen Rebsorten in ihren Cuvées.

Sehr gute Beispiele für Terroir-Weine aus Saint-Émilion sind der Les Hauts de Labrie mit 80% Merlot und 20% Cabernet Franc und der Grand Vin vom Château Croix de Labrie, der zu fast 100% aus Merlot besteht.

Weine mit der allgemeinen Bordeaux AOC Bezeichnung bestehen Größtenteils aus Merlot und Cabernet Sauvignon, können aber die anderen genannten Rebsorten beinhalten.

Dies bringt uns zurück zu Camille de Labrie mit 80% Merlot und 20% Cabernet Sauvignon. Eine klassische Bordelaiser Cuvée also.

 

Warum Bordeaux zu Burgern?

Burger & Bordeaux hört sich nicht nur toll an, sondern ist auch eine leckere kulinarische Kombination.

Wenn man sich die Eigenschaften der zwei Haupt-Rebsorten durchliest, kommt man auch unweigerlich auf den Gedanken, dass ein leckerer Burger jetzt doch genau das richtige wäre:

Merlot steht für vollmundige, saftige (manche verwenden den Ausdruck fleischige) Weine, mit reichhaltiger Frucht, feiner Würze und teils parfümierten Bouquet. Seit einigen Jahren wird die Extraktion im Bordeaux geringer gehalten und die Weine haben weichere Tannine, um sie runder und zugänglicher zu machen.

Cabernet Sauvignon hat kernigere Tannine und unverwechselbare Aromen von Schwarzer Johannisbeere, Minze, Eukalyptus und Tabak.

Dies bringt uns zurück zu Camille de Labrie mit 80% Merlot und 20% Cabernet Sauvignon. Eine klassische Bordelaiser Cuvée also, die 10 Monate im Barrique ausgebaut wird und dadurch feine Holzwürze aufweist, die perfekt zu den Röstaromen des gegrillten Fleischs passen.

Der Wein ist vollmundig und hält so saftigen Burger-Pattys stand und die reichhaltige dunkle Frucht komplementiert die komplexen Aromen des Hamburgers.

Zudem umschließen die Tannine das Fett und die Proteine des Fleisches und erfrischen den Gaumen bei jedem Schluck. Die Tannine sind aber ganz im Stile eines New Wave Bordeaux weich gehalten und verhelfen dem Wein zu einer unglaublichen Trinkfähigkeit.

So wird Camille de Labrie Bordeaux zu einer perfekten Begleitung für Deine Burger-Abende mit Freunden!

Solltet ihr mehrere Personen auf der Burger-Party sein, gibt es Camille auch in der Magnum-Flasche!

 

Chicken & Chardonnay

Nun gibt es noch den Farm Chicken Burger und hier kommt die weiße Schwester von der roten Camille ins Spiel.

Mit 100% Chardonnay, die teilweise für 9 Monate im Holzfass reift, weist der Wein genug Dichte auf, um mit dem Fleisch mitzuhalten.

Die Säure im Wein ist moderat, reicht aber aus, um durch das Fett, der auf Mayonnaise basierenden Sauce, zu ‚schneiden‘ und leichter wirken zu lassen.

 

Camille de Labrie Chardonnay und Chicken Burger
Wenn Du also eine Burger-Party feierst, brauchst Du nur Camille einzuladen, um Dir keine weiteren Gedanken um die Drinks zu machen.
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